Mobilfunk in Dassendorf und sonst
Seit 2003 wird in Dassendorf über die Mobilfunkanbindung diskutiert. Es sollte sogar eine Klage gegen den Masten am Falkenring erhoben werden. Die damaligen hysterischen Zukunftverhinderer sind mittlerweile abgetaucht. Aber Teile von Dassendorf haben heute, 2024, immer noch keinen zuverlässigen Mobilfunk. Zwei Balken oder 90 bis 105 db Signalstärke wird angezeigt. Das reicht manchmal nicht einmal für SMS; mit fatalen Folgen für die Nutzer von Banking Apps.
Zur Abhilfe sucht man seit langem einen Standort für den Masten im Norden.von Dassendorf. Statt Skateanlage hätten nicht nur die Kiddis lieber einen vernünftigen Mobilfunkempfang. "Panes et circensem"; Brot und Spiele.Handwerker und alle, die das Handy als Alleintelefon nutzen, sehen das anders. Leider ist dieser missliche Zustand nicht nur in Dassendorf festzustellen. Das Land kümmert sich aber nicht drum. Zuständig sei der Bund. Der Bürger könne sich an den Netzbetreiber wenden. Die Erfolgsaussichten dürften vernachlässigbar sein.
Zur Ehrenrettung der Bürgermeisterin Frau Falkenberg sei betont: An ihr hat es nicht gelegen. Sie hat immerhin für das Kabelnetz gesorgt. Aber beim Mobilfunk kann sie sich nur um einen Standort für den Masten bemühen. Dabei ist sie dann auf die Amtsverwaltung angewiesen. Ein kurzfristiges Ergebnis ist also kaum zu erwarten. Die Kommunalaufsicht argumentiert wie eine DDR-Behörde: Schließlich könnten alle Bürger einen Telefonanschluss bestellen, kein Handlungsbedarf. Sogar das Land meint, es sei nicht Sache der Landesverwaltung. Der Bund sei zuständig.
Mobilfunk ist aber existenziell. Es ist ein Teil der bürgerlichen Freiheit und wichtiger Strukturfaktor für die Wirtschaft, besonders für Gewerbetreibende und das Handwerk mit den wechselnden Arbeitsstätten. Auf der Liste der weltweiten Mobilfunkabdeckung steht an erster Stelle NORDKOREA! Peinlich! Deutschland steht an Stelle 50 hinter zahlreichen Entwicklungsländern.
Es war also erforderlich der Landesregierung einen Anstoß zu geben. Dazu ist eine Petition beim Landtag eingereicht worden. Man wird sehen, ob sich der Minister für Digitalisierung in der Sache bewegt.